Boom ist ungebrochen – leihen statt kaufen

(gsp) Der E-Bike-Markt verzeichnet in Deutschland jährlich zweistellige Zuwachszahlen. 2016 erzielte die Branche laut ZIV (Zweirad-Industrie-Verband) mit 605.000 verkauften Pedelecs (E-Bikes) ein Plus von 13 Prozent. Der IFH Köln und die BBE Handelsberatung GmbH gehen sogar von einem Plus von 17 Prozent aus.

Auf deutschen Straßen und Radwegen dürften demnach geschätzte 3 Millionen E-Bikes unterwegs sein. Der Trend und Boom ist ungebrochen. Mit dazu tragen nicht nur immer bessere und neue Modelle, sondern auch die Weiterentwicklung der Batterie- und Antriebstechnologie und innovative Angebote bei. Zusätzlich entdecken immer mehr Verbraucher die Vorzüge des E-Bikes. Einer der führenden Anbieter für den Verleih der Pedelecs ist die movelo GmbH mit Sitz in Bad Reichenhall.

Im Geschäft mit B2B

Mit dem E-Bike auf zu neuen Ufern

Movelo setzt von Anfang an auf das Geschäft von Business zu Business (B2B), verleiht also nicht selber, sondern über Geschäftspartner. Dazu zählen der Fachhandel, das Tourismusgewerbe, Unternehmen sowie Reise- und Eventanbieter. Auf dieser Basis hat das seit 2005 agierende Unternehmen heute 3.500 Ebikes und 700 Partner in ganz Europa und darüber hinaus. Die movelo-Pressesprecherin und Projektmanagerin Maren Hauke sieht den Erfolg auf zwei Ebenen verankert: „Es ist zum einen unsere Verlässlichkeit als Partner mit unseren Full-Service Leistungen, aber auch das immer mehr zunehmende Interesse an der Elektromobilität und in diesem Zusammenhang an E-Bikes. Mit unserem professionellen Angebot ermöglichen wir nicht nur Urlaubern den Fahrspaß, auch Unternehmern bieten wir attraktive Produkte für ihre Mitarbeiter.“

Eine neue Freiheit des Fahrens

Manche Kunden kaufen gar nicht, leihen sich lieber über den Sommer hinweg einige Male ein E-Bike, was bei Preisen ab 15 Euro am Tag in jedes Budget passt. Auch Firmen bis hin zu Stadtverwaltungen stellen ihren Mitarbeitern E-Bikes als Leihfahrräder zur Verfügung. Sie sind seit 2012 steuerlich einem Dienstfahrzeug gleichgestellt. Das umweltbewusste Denken und Handeln hat sich seit dem Abgasskandal im Bereich der Mobilität vertieft. Und ein E-Bike macht nicht nur Spaß beim Fahren, es hält auch gesund, erweitert den Bewegungsradius und schützt die Umwelt.

Eine Bike-Tour im Urlaub

Freizeitanbieter, von den Eventagenturen bis hin zu den Tourismusbüros und großen Hotels, werten ihr Angebot mit einem E-Bike-Verleih auf. Der Gast kann auf sehr angenehme Art die Region erkunden und Landschaft und Natur auf sich wirken lassen. Die movelo GmbH hat darum ihr Geschäftsfeld mit der ‚ebike-holiday.com‘ erweitert. Beide Unternehmen sind Teil der makrohaus AG. Für Maren Hauke ist das ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. „Über unser dichtes Netzwerk an Handelspartnern sind wir im deutschsprachigen Raum, europaweit und bis nach Chile vertreten. Einen Urlaub mit einer ausgiebigen E-Bike-Tour zu verbinden, zählt zu den ganz besonderen Holiday-Erlebnissen.“

EBIKE HOLIDAY offeriert Erlebnistouren in Kroatien, Portugal, Südamerika und in den USA – meistens mit einem Guide als Führer und kundiger Begleitung. Der dicke, über 220 Seiten starke Katalog zeigt den Schwerpunkt in Deutschland und Österreich, listet Hunderte von Hotels und Pensionen auf und macht Lust auf Urlaub in Deutschland. Die Tourismusbetriebe sind dabei selbst nicht untätig, bieten Pauschalen von drei bis zu sieben Tagen an. „Urlaub mit dem E-Bike und gesunde Bergluft einatmen“, wirbt etwa ein Hotel.

Bald jedes dritte Rad ein E-Bike?

Ein anderer großer Anbieter von E-Bikes ist ebenfalls im Berchtesgadener Land angesiedelt und bezeichnet sich als größtes Zweiradcenter Deutschlands. Es ist das Zweirad-Center-Stadler GmbH, mit einer großen Filiale in Ainring. Hier setzt man ebenfalls auf moderne Mobilität und bietet Modelle von 1.500 bis 6.000 Euro von rund zehn Herstellern an, verkauft direkt an den Kunden. Zum Angebot zählt ein Fahrrad-Leasing für Arbeitgeber. Mit Standorten in den großen deutschen Städten sieht Zweirad Stadler auch die Schnelligkeit und Unkompliziertheit der E-Bikes im Stadtverkehr, etwa den Weg zur Arbeit und zurück. Ein E-Bike sei meist schneller als ein Auto und verursache darüber hinaus keine zusätzlichen Kosten, heißt es in einem aktuellen Beitrag. Der Anteil von E-Bikes bei den verkauften Fahrrädern liegt in manchen Filialen bei 30 Prozent. Damit ist Stadler ein Vorreiter der Branche, denn die Regel sind nach ZIV 15 bis 20 Prozent.

Alle zwei Jahre ein neues E-Bike

Das Image des E-Bikes hat sich in den letzten Jahre verschoben, immer mehr jüngere Menschen nutzen es aktiv. Im sportlichen Segment der E-Mountainbikes genauso wie bei der eher gemütlichen Variante eines City-Bikes. „Ob beim Einkauf, mit dem Kinderanhänger im Schlepptau oder bei Vielfahrern – es wird als Alternative zum normalen Bike immer mehr angenommen“, ist sich Maren Hauke von movelo sicher. Auch an der Ruperutstherme in Bad Reichenhall, wo seit zehn Jahren vermietet wird, sieht man die wachsende Bedeutung der Pedelecs. Geschäftsführer Dirk Sasse: „Wir haben heute 15 E-Bike in der Vermietung. Vor allem an den Wochenenden sind immer häufiger alle unterwegs. In den Wintermonaten geben wir sie an movelo zurück, dort werden sie eingelagert und gewartet. Alle zwei Jahre gibt es neue Bikes. Das ist ein ausgezeichneter Service, von dem auch die RupertusTherme und ihre Kunden profitieren.“

Übrigens der Artikel ist auf der Seite be-outdoor verlinkt. Eine Seite mit guten Infos, Tipps und Tourenbeschreibungen.

Foto:

Selbst Ziele in einem erweiterten Radius von bis zu 40 Kilometer rücken mit dem E-Bike in erreichbare Nähe. Unser Foto zeigt den Salzachspitz bei Salzburg.

Foto: Gerd Spranger

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